Panentheismus (von griech.
πᾶν ἐν θεῷ alles in Gott; engl. panentheism; frz. panenthéisme; ital. panenteismo) ist von den zahlreichen Neologismen zu ‹Pantheismus› (‹Theopantismus›
[1], ‹Semipantheismus›
[2] u. ä.) der einzige, der eine weitere Verbreitung erlangte. Allgemein gilt
K. Ch. F. Krause als Schöpfer dieses Begriffs. Jedoch schreibt
Novalis bereits 1798: «Die Zeit muß kommen, wo politischer Entheism und Pantheism als nothwendige Wechselglieder aufs innigste verbunden sein werden»
[3]. Diese für Novalis' messianische Erwartungshaltung bezeichnende Begriffsbildung kannte aber
Krause noch nicht, als er 1828 den Terminus ‹P.› zur Bezeichnung der Immanenz der Welt in Gott prägte
[4]. Die «Allingottlehre» (so die Übersetzung für ‹P.›
[5]) bewahrt im Gegensatz zum «Grundirrthum» des Pantheismus die Abhängigkeit der Welt von Gott und dessen Transzendenz. Während sich nur wenige Autoren zum P. ausdrücklich bekennen
[6], werden ihm in der Philosophiegeschichtsschreibung zahlreiche andere vom Neuplatonismus und der Mystik bis ins 19. und 20. Jh. (oftmals undifferenziert) zugeordnet
[7].